15.12.2017 08:12

Gebäudestudie von dena, geea und Verbänden setzt neue Maßstäbe

Eine aktuelle Gebäudestudie von geea, dena und Branchenverbänden zeigt, die Energiewende im Gebäudesektor lässt sich bis 2050 am besten realisieren, wenn alle verfügbaren Effizienztechnologien wirtschaftlich eingesetzt und die Infrastrukturen für Strom, Gas und Öl effizient mit erneuerbaren Energieträgern genutzt werden.

Eine stark forcierte Elektrifizierung der Wärmeversorgung würde dagegen zu höheren Kosten führen und höhere Sanierungsraten erfordern. Ohne zusätzliche Anstrengungen würden die Klimaschutzziele klar verfehlt. Sie sind mit Mehrkosten von 12 bis 20 Prozent erreichbar, dafür wäre eine Steigerung der Sanierungsrate auf mindestens 1,4 Prozent erforderlich.

Im aktuellen Freie Wärme Newsletter (Ausgabe: Dezember 2017) wird auf eine meiner Meinung nach sehr interressante Studie hingeiwesen.

Erstmals aussagekräftige Zielerreichungspfade verglichen

Erstmalig wurden bei der Studie unterschiedliche Pfade zur Zielerreichung miteinander verglichen und unter Aspekten wie Kosten, Energieimporte und Infrastrukturbedarf untersucht. „Die Gebäudestudie setzt neue Maßstäbe, bisherige Publikationen von Fraunhofer und Agora liefen rein technologieorientiert eher auf ein ‚almost all electric’-Szenario bis 2050 hinaus“, erklärt Andreas Lücke, Hauptgeschäftsführer beim Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie e. V. (BDH). Zudem wurde in der Gebäudestudie auf den gleichen Szenarien aufgebaut wie bei der kürzlich mit einem Zwischenfazit vorgestellten „dena-Leitstudie Integrierte Energiewende“, die Transformationspfade für vier Sektoren (Energieerzeugung und -verteilung, Gebäude, Industrie, Mobilität) erarbeitet. Für die Untersuchung in der Gebäudestudie wurden drei Leitszenarien entwickelt:

  1. Das Referenzszenario schreibt die heutigen Tendenzen fort. Es dient als Vergleichsgröße für zwei Alternativen:
  2. das Technologiemixszenario, das auf ein breites Spektrum an Technologien setzt, und
  3. das Elektrifizierungsszenario, das auf einen sehr starken Einsatz von erneuerbarem Strom im Wärmebereich abzielt.

Weiter geht es hier: http://www.freie-waerme.de/news/newsletter/newsletter-dezember-2017/authCode/faq/#c9794

Hier die Studie: https://www.dena.de/fileadmin/dena/Dokumente/Meldungen/dena_Gebaeudestudie.pdf