24.09.2018 10:09

Tipps für die Ofensaison

Von: ZIV - Pressemitteilung

Der nächste Winter kommt bestimmt

Schornsteinfegerin vor Kaminofen

Bild: ZIV

 

Nach einem Sommer mit Rekordtemperaturen denken wohl die Wenigsten jetzt ans Heizen. Doch mit dem Ofen ist es wie mit Winterreifen. Wer vorbereitet ist, startet entspannter in die kalte Jahreszeit - und kann an kalten Abenden bequem anheizen.

 

Ofenrohr und Feuerstätte reinigen

Schornsteine und Abgasanlagen werden in einem bestimmten Turnus vom Schornsteinfeger gereinigt, so sieht es die zuständige Kehr- und Überprüfungsordnung vor. Für Ofenrohre und Verbindungsstücke, die nicht kehrpflichtig sind, ist der Besitzer bzw. der Nutzer verantwortlich.
Kehrpflichtig sind z. B. nicht demontierbare Ofenrohre. Da eine Reinigung jedoch ziemlich schmutzig und aufwendig sein kann, schieben viele Ofennutzer sie lieber auf. Mit der Zeit lagert sich immer mehr Ruß im Bereich zwischen Feuerstätte und Schornstein ab, vor allem wenn feuchtes Brennholz verwendet oder die Feuerstätte falsch bedient wird. Die wachsende Rußschicht hat Folgen: Irgendwann gibt der Ofen weniger Wärme ab, er zieht schlecht und produziert noch mehr Ruß. Spätestens jetzt wird es Zeit für eine Reinigung, denn durch den verengten Abzug könnte es zu einem Rückstau der Rauchgase kommen. Gleichzeitig erhöht sich die Brandgefahr. Ein Funke aus dem Brennraum kann ausreichen, um Rußablagerungen in Brand zu setzen. Besonders problematisch ist sogenannter Glanz- oder Hartruß. Die teerartige Rußschicht entsteht u. a. durch feuchtes Brennholz und gilt als Hauptursache für Schornsteinbrände (eigentlich Rußbrände). Glanzruß kann nur abgeschlagen, chemisch entfernt oder ausgebrannt werden, eine herkömmliche Schornsteinreinigung richtet in diesem Fall wenig aus. Zur eigenen Sicherheit sollten Ofenrohre und Verbindungsstücke regelmäßig, am besten zu Beginn der Heizsaison gereinigt werden. Wer dies nicht selber machen möchte oder kann, beauftragt einen Schornsteinfeger. Gegebenenfalls kann dieser die Reinigung mit einem anderen Überprüfungs- oder Messtermin zusammenlegen. Das spart Zeit und Geld.

Brennholzlager überprüfen

Frisch geschlagenes Holz braucht im Schnitt ein bis zwei Jahre, bis es ofenfertig, das heißt trocken genug für eine emissionsarme Ver-brennung ist. Es sollte einen maximalen Feuchtegehalt von unter 25 Prozent haben. Holz mit einem höheren Feuchtegehalt verursacht mehr Partikelemissionen, starke Rußablagerungen und hat einen geringeren Heizwert. Schornsteinfeger empfehlen daher, die Holzfeuchte der Scheite zu messen und einige im Haus oder Keller zu lagern, wo sie bereits Raumtemperatur annehmen können.

Nach Sanierung Schornsteinfeger informieren

Was viele nicht wissen: Sollten über den Sommer bauliche Änderungen am Haus erfolgt sein, können diese Auswirkungen auf das Heizsystem haben. So beeinflussen neue, dichtere Fenster und Türen die Luftzirkulation im Haus. Eine Feuerstätte braucht jedoch kontinuierliche Luftzufuhr entweder über Leitungen von außen oder direkt aus dem Aufstellraum. Strömt nicht mehr genügend Luft in den Raum, hat dies Konsequenzen vor allem für raumluftabhängige Feuerstätten – und damit für viele Kaminöfen. Der Verbrennungsprozess verschlechtert sich und verursacht umweltbelastende Emissionen. Tipp: Nach Umbau- oder Sanierungsmaßnahmen unbedingt den Schornsteinfeger informieren. Er überprüft, ob die Verbrennungsluftversorgung weiterhin
ausreichend ist.

Quelle: https://www.schornsteinfeger.de/09-2018-pressemitteilung-zur-heizsaison.pdfx?forced=true