30.11.2018 09:44

Schornsteinfeger warnen vor CO-Gefahr

Feuerstätten müssen regelmäßig überprüft und gewartet werden!

Schornsteinfeger bei Abgaswegüberprüfung

Bild: (c) Bundesverband Schornsteinfegerhandwerk

November 2018. Immer wieder sorgen Kohlenmonoxid-Unfälle für Schlagzeilen. Durch technische Defekte, Verschmutzungen oder versperrte Abgaswege kann es auch an Feuerstätten zu erhöhten CO-Werten kommen. Gefährlich wird es, wenn CO-haltiges Abgas ausströmt. Das giftige Gas ist unsichtbar, geruchlos und damit praktisch nicht wahrnehmbar.

Eine regelmäßige Überprüfung, Reinigung und Wartung von Feuerungsanlagen ist wichtig für die Sicherheit und sollte nicht vernachlässigt werden, darauf weist der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks hin. Bei seinen Überprüfungen kontrolliert der Schornsteinfeger u. a. den freien Querschnitt der Abgaswege und misst den Kohlenmonoxid-Gehalt im Abgas von Gasfeuerstätten.

Was passiert bei erhöhten CO-Werten?

Ab einem Wert über 500 ppm CO im Abgas empfehlen Schornsteinfeger eine Wartung. Stellt der Schornsteinfeger einen Wert über 1.000 ppm CO fest, beanstandet er die Anlage. Aus Sicherheitsgründen muss dringend eine Wartung sowie eine Wiederholungsmessung erfolgen. Sollte der Schornsteinfeger gleichzeitig austretende Abgase feststellen, darf die Anlage nicht mehr genutzt werden. Sie wird vorübergehend stillgelegt.

Sicherheitsrisiken vermeiden

Jedes Jahr stellen Schornsteinfeger mehrere Hunderttausend CO-Überschreitungen fest und verhindern damit Schlimmeres. Problematisch wird es, wenn die Bewohner aus Unkenntnis oder auch ganz bewusst Risiken eingehen. Nicht gemeldete Feuerstätten oder selbst gebaute Abgasanlagen und Ofenanschlüsse stellen eine Gefahr dar und können Brände oder CO-Unfälle auslösen. Grundsätzlich muss der Schornsteinfeger aus Sicherheitsgründen neue oder wesentlich geänderte Feuerstätten und Abgasanlagen vor der ersten Nutzung abnehmen. Nicht ohne Grund: Im Jahr 2017 wurden insgesamt über eine Million bauliche Mängel (ohne CO-Überschreitungen) aufgedeckt. Die vorgeschriebene Überprüfung erstreckt sich übrigens auch auf Gartenlauben, Garagen, Werk- und Kellerräume, in denen z. B. ein Ofen angeschlossen ist, der nur gelegentlich oder selten genutzt wird. Verbraucher sollten hier nicht am falschen Ende sparen und dadurch Sicherheitsrisiken eingehen.

Wichtig: Alternativ werden in diesen Räumen gerne auch Gasheizstrahler als mobile Wärmequelle verwendet. Diese Feuerstätten dürfen jedoch nur im Außenbereich und nicht in geschlossenen Räumen eingesetzt werden, da sie dem Raum Sauerstoff entziehen und bei der Verbrennung Kohlenmonoxid freisetzen können.

Schornsteinfeger beugen CO-Unfällen vor

Der Schornsteinfeger überprüft in regelmäßigen Abständen die Sicherheit aller Feuerungsanlagen und informiert die Besitzer oder Bewohner, wenn Mängel vorliegen und behoben werden müssen. Als ergänzende Maßnahme können CO-Warnmelder z. B. im Aufstellraum einer Feuerstätte installiert werden. Alexis Gula, Pressesprecher des Bundesverbands des Schornsteinfegerhandwerks, weist jedoch darauf hin: „CO-Warnmelder ersetzen unter keinen Umständen eine Überprüfung oder Wartung an einer Feuerungsanlage.“ Wichtig beim Einsatz von CO-Warnmeldern ist eine entsprechende Qualität des Produkts, die richtige Positionierung sowie die Angabe des Herstellers zur Lebensdauer, da die verwendeten Sensoren nur begrenzt einsatzfähig sind.

Mehr Informationen zum Handwerk unter www.schornsteinfeger.de. Dort finden Sie außerdem diese und weitere Presseinformationen sowie Bildmaterial zum Download.

 


 

[Quelle: https://www.schornsteinfeger.de/11-2018-pressemitteilung-co-gefahr.pdfx?forced=true]