01.06.2019 11:29

Brennwert-Check

Von: Thomas Kuntke

Kontrolle der Brennwertnutzung / Optimierung von Brennwertheizungen

Bild (C): Wöhler | Brennwertdiagnosegerät DC 440

Durch die Nutzung der „verborgenen“ (latenten) Wärme des Wasserdampfs in den Abgasen, sind Brennwertheizungen eigentlich besonders effizient. So die Theorie. Doch leider arbeiten ein Großteil der Anlagen eher „suboptimal“. So die Praxis.

Einer Feldstudie der Verbraucherzentrale Energieberatung aus dem Jahr 2011 zufolge betrifft dies bis zu zwei Drittel der Geräte. Zudem zeigte die Studie auch auf, dass viele Heizungskessel zu groß sind.

Das Problem bei zu stark überdimensioniertem Wärmeerzeuger ist, dass mehr Wärme produziert wird, als tatsächlich vom System benötigt. Daher schalten diese Geräte (zu) häufig ab um dann kurze Zeit später wieder anzulaufen. So kommt es kaum zu einem bestimmungsgemäßen – so zusagen „ruhigen“ – Normalbetrieb.

Die Folge:

Der Verschleiß ist höher (und eher) und der Verbrauch viel zu viel. Dies ist nicht nur für den Geldbeutel des Betreibers eine Belastung, sondern ist auch hinsichtlich des Umweltschutzes und der Ressourcenschonung durchaus problematisch. Insbesondere auch deshalb, da beim Start des Gerätes mehr Schadstoffe ausgestoßen werden, als bei laufenden Betrieb.

Das Anlagen überdimensioniert sind, ist die Folge einer ungenauen Planung der neuen Heizungsanlage. Die eigentlich notwendige individuelle Heizlastberechnung – also wieviel Heizwärme das Gebäude, die Wohnung, der einzelne Raum benötigt – wird allzu oft nicht durchgeführt. Doch nur so kann die optimale Kesselgröße ermittelt werden. Alles andere ist orakeln oder bestenfalls „sachlich begründetes schätzen“ (so genannte überschlägige Ermittlung des Wärmebedarfs).

Die o.g. Feldstudie brachte übrigens auch ans Tageslicht, dass nicht einmal bei einem Viertel der untersuchten Systeme die Rohrleitungen und Armaturen in unbeheizten Räumen sachgerecht gedämmt waren. So geht viel Heizwärme ungenutzt verloren. Dies kann jedoch verhältnismäßig schnell und auch kostengünstig behoben und damit viel Energie gespart werden.

Mit dem Brennwert-Check wird ermittelt, ob und in welchem Maße eine Heizung tatsächlich im Brennwertbetrieb arbeitet. Er  muss daher während der Heizperiode (Oktober – März) erfolgen. Auch sollte an den Messtagen die Nutzung der Heizung im Normalbetrieb erfolgen. Also Urlaubszeit oder Party sind nicht zielführend.

Jetzt wäre es an der Zeit, für die kommende Heizperiode den Brennwert-Check zu ordern. Die Kosten des Checks belaufen sich – je nach Aufwand – auf  Brutto 49,98 EUR (Netto 42,00 EUR zzgl. Mwst.) bis Brutto 87,47 EUR (Netto 73,50 EUR zzgl. Mwst.). Fordern Sie hierzu unverbindlich Ihr individuelles Kostenangebot an.

Ihr Thomas Kuntke