09.02.2017 10:32

Das Gebäudenergiegesetz

Von: Thomas Kuntke

EnEV + EEWärmeG = Gebäudeenergiegesetz (GEG)

Noch in dieser Legislaturperiode hat die Bundesregierung auf den Plan, das Energieeinsparrecht zu novellieren. Im Entwurf sind einige durchaus interessante Neuerungen vorgesehen. Z. B.:

·Das alte Bewertungsverfahren für Wohngebäude nach DIN V 4108-6 und DIN V 4701-10 soll mit einer Übergangsfrist bis Ende 2018 abgeschafft und durch die Norm DIN V 18599 ersetzt werden.
·Energieausweise sollen in Zukunft verpflichtend auch CO2-Kennwerte enthalten, die Effizienzklassen orientieren sich nicht mehr an der Endenergie, sondern an der Primärenergie.
·In Zukunft könnten sich dem Entwurf nach auch Handwerker und staatlich geprüfte Techniker zur Ausstellung von Energieausweisen für Nichtwohngebäude qualifizieren.

Das Inkrafttreten des GEG ist für Januar 2018 geplant.

Den Refernetenentwurf finden sie hier: http://www.bmub.bund.de(...)referentenentwurf_bf.pdf


16.02.2017

Update: CDU/CSU-Veto gegen Gebäudeenergiegesetz

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) als Zusammenlegung von Energieeinsparverordnung (EnEV) und Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) - zumindest vorerst - gestoppt.

Laut einer Mitteilung der Abgeordneten aus der CDU/CSU-Fraktion wird u.a. gefordert, den Niedrigstenergiegebäudestandard auf Basis der aktuellen EnEV festzulegen. Eigentlich sollte zum 1. Januar des nächsten Jahres das Gesetz in Kraft treten. Darin sollte auch die verpflichtende Vorgabe aus der EU-Gebäuderichtlinie (2010/31/EU) umgesetzt werden, den Niedrigstenergiegebäudestandard für öffentliche Nichtwohngebäude klar zu definieren. Dies wurde im Gesetzesentwurf mit der Festlegung des KfW-Effizienzhausstandard-55 umgesetzt. Dies sollte dann ab 2019 gelten. Die Unionsabgeordneten kritisieren, dass dadurch das „Gebot der Wirtschaftlichkeit“ verletzt sei.

T.K.