04.10.2018 15:53

15. Oktober - Tag des Schornsteinfegers

Von: ZIV - Pressemitteilung

Jedes Jahr im Herbst informieren Schornsteinfeger/innen zu aktuellen Themen und sammeln Spenden für wohltätige Zwecke in ihrer Region. Auszubildende und Gesellen werben für ihren Beruf und sprechen mit Schülern über ihren Job im Handwerk.

15.10.2018 Tag des Schornsteinfegers

Bild ©: ZIV

Im Schornsteinfegerhandwerk finden Auszubildende gute Aufstiegschancen und Verdienstmöglichkeiten. Nach einer dreijährigen dualen Ausbildung arbeiten sie als Gesellen in einem der 7.500 Innungsbetriebe. Möglich ist auch ein Berufsabschluss mit gleichzeitiger Fachhochschulreife. Wer möchte, kann direkt nach der Ausbildung die Meisterschule besuchen und sich nach erfolgreicher Prüfung selbständig machen. Ziel vieler Schornsteinfegermeister bleibt jedoch der eigene Bezirk. Alle sieben Jahre werden die Bezirke in Deutschland neu ausgeschrieben und zugeteilt. Bewerben kann sich jeder qualifizierte Schornsteinfegermeister mit Berufserfahrung. Mit dieser Regelung haben schon junge Handwerksmeister die Chance, auf einen Bezirk bestellt zu werden und im staatlichen Auftrag zu arbeiten.

Interessant für (Fach-)Abiturienten sind die dualen Bachelor-Studiengänge in den Fachrichtungen Versorgungs- und Entsorgungstechnik oder Energie- und Gebäudetechnik. Sie verbinden Berufs- und Ingenieursausbildung im Zeitraum von vier Jahren.

Für alle Schulformen geeignet

Grundsätzlich bietet die Ausbildung zum Schornsteinfeger für jeden Bildungsabschluss Möglichkeiten. Die Schüler und Schülerinnen sollten sich für Technik interessieren, Mathe, Physik und Chemie mögen sowie Spaß am Umgang mit Menschen haben. Wer dazu noch gerne draußen ist, keine Angst vor Höhe hat und handwerklich arbeiten möchte, ist hier genau richtig. Am besten probieren sie in einem Schulpraktikum aus, ob ihnen die Arbeit gefällt. Kontakte zu Betrieben vermitteln die Innungen vor Ort.

Übrigens: Der Beruf ist unbedingt auch eine Option für Mädchen. Der beste Nachwuchs-Schornsteinfeger im Jahr 2017 war eine Schornsteinfegerin!

„Darf ich Sie mal anfassen?“

Im Vergleich zu anderen Handwerksberufen haben Schornsteinfeger mehrere Exklusiv-Vorteile: Ihr Arbeitsplatz auf dem Dach und die schwarze Berufskleidung mit den goldenen Knöpfen sind immer noch etwas Besonderes. Außerdem gelten Schornsteinfeger als Glücksbringer und sind deshalb ziemlich begehrt: Fotos machen, einmal an die Schulter fassen, auch das gehört dazu.

Gute Aussichten für Einsteiger

Im Schornsteinfegerhandwerk herrscht Vollbeschäftigung. In den nächsten Jahren werden 1.900 Schornsteinfegergesellen, die sich zurzeit in der Ausbildung befinden, als Fachhandwerker zur Verfügung stehen. Aufgrund der sehr guten Auftragslage wollen die Innungsbetriebe künftig weiter einstellen. Im Schnitt verfügt jeder der 7.500 Innungsbetriebe über mindestens einen Mitarbeiter, in der Regel einen Gesellen, sowie über eine Bürokraft. Der Frauenanteil im Beruf liegt bundesweit bei ca. 10 Prozent.

 


 

Infos zum Berufsbild: Der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks informiert auf www.schornsteinfeger.de über den Ausbildungsberuf, Gehälter und Aufstiegschancen.