14.07.2019 12:40

Hoher Sicherheitsstandard bei deutschen Heizungen

Von: ZIV (Pressemitteilung 26.06.2019)

In regelmäßigen Abständen überprüft der Schornsteinfeger die Betriebs- und Brandsicherheit von Feuerungsanlagen. Wie wichtig diese grundlegenden Aufgaben sind, lässt sich an den Erhebungen des Schornsteinfegerhandwerks ablesen.


Im Jahr 2018 haben die Messungen der Schornsteinfeger ergeben, dass mehr als 117.000 Gasfeuerungsanlagen den vorgeschriebenen Kohlenmonoxid (CO)-Grenzwert von 1.000 ppm überschreiten. Darüber hinaus wiesen über 161.700 Gasfeuerungsanlagen einen CO-Gehalt zwischen 500 und 1.000 ppm auf. Bei diesen Feuerstätten wurde aus Sicherheitsgründen eine Wartung empfohlen. Anlagen mit einem Wert von über 1.000 ppm müssen verpflichtend gewartet und vom Schornsteinfeger nochmals überprüft werden.

Eine Konzentration von über 1.000 ppm Kohlenmonoxid im Abgas ist bei Abgasaustritt lebensgefährlich. Das toxische Gas ist unsichtbar, geruchsneutral und damit so gut wie nicht wahrnehmbar. Zu den Ursachen für eine erhöhte CO-Konzentration im Abgas zählen technische Defekte, Verschmutzungen, Alterungserscheinungen, zu wenig Verbrennungsluft oder versperrte Abgaswege. Tritt dann CO-haltiges Abgas im Aufstellraum der Anlage aus, besteht Gefahr für die Bewohner. Eine beginnende CO-Vergiftung äußert sich u. a. durch Kopfschmerzen, Benommenheit und Übelkeit. Im Verdachtsfall sollten die Bewohner sofort lüften, die Feuerstätte ausschalten, das Gebäude verlassen und den Notruf wählen. Der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks empfiehlt die Einhaltung der Überprüfungsintervalle und eine regelmäßige Wartung. CO-Warnmelder können als ergänzende Sicherheitsmaßnahme installiert werden. „Wichtig ist die Qualität des Warnmelders sowie eine fachgerechte Montage nach Herstellerangaben“, so der Verband.

Quelle: https://www.schornsteinfeger.de/aktuelle-pressemeldungen.aspx