In Anlehnung an die geförderte „Vor-Ort-Beratung“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie.


Bis Anfang 2012 war es mir auf Grund meiner öffentlichen Bestellung und Vereidigung als Sachverständiger gestattet, auch als selbstständiger Handwerksmeister im Programm „Energiesparberatung vor Ort“ tätig zu sein. Die geforderte Unabhängigkeit als Energieberater wurde durch die öffentliche Bestellung und Vereidigung als gewährleistet angesehen. Durch die Änderung der Richtlinien ist dies nunmehr leider nicht mehr der Fall. Mir und meinen ebenfalls betroffenen Sachverständigenkollegen wird faktisch ein "wirtschaftliches Eigeninteresse an bestimmten Investitionsentscheidungen des Beratenen" unterstellt. Die fachliche Qualifikation stand dabei jedoch nie in Frage.

Die von mir angebotene "Vor-Ort-Energieberatung" orientiert sich dennoch an den Vorgaben des BAFA*. Bis auf den nunmehr leider fehlenden Zuschuss (damit fallen natürlich auch die Fördervoraussetzungen und dergleichen weg) erfolgt der Ablauf der Beratung wie nachfolgend beschrieben.

*Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi).


Energiesparberatung vor Ort

Im Rahmen des Programms „Energiesparberatung vor Ort“ bezuschusst das BAFA die Beratung von Haus- und Wohnungseigentümern durch unabhängige qualifizierte Energieberater.

Fördervoraussetzungen: 

Der Bauantrag bzw. die Bauanzeige wurde vor dem 31.12.1994 gestellt.
Das Gebäude bzw. deren Gebäudehülle wurde nicht aufgrund späterer Baugenehmigungen zu mehr als 50 % durch Anbau oder Aufstockung verändert.
Das Gebäude dient zu mehr als 50% für Wohnzwecke.

Beratungsempfänger:

natürliche Personen
rechtlich selbständige Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft einschließlich der Wohnungswirtschaft
Betriebe aus dem Agrarbereich
juristische Personen
sonstige Einrichtungen, sofern sie gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke verfolgen


Der Ablauf:

Die Energiesparberatung läuft in 3 Phasen ab:

1. Datenaufnahme vor Ort
2. umfangreicher schriftlicher Beratungsbericht
3. mündliche Erläuterung der Maßnahmen

1. Datenaufnahme vor Ort

Aufnahme allgemeiner Daten (z.B. Baujahr des Gebäudes, Gebäudeart / -typ)
Erfassung relevanter Gebäudedaten, wie Geometrie / Abmessungen, wärmetechnischer Zustand (Außenwänden, Fenster, Dach und Geschossdecken), Erfassung von Wärmebrücken
Ermittlung heizungsspezifischer Daten (Art der Beheizung, technischer Zustand bzw. Modernisierungsgrad)
Aufnahme der bisherigen Energieverbräuche

 

2. umfangreicher schriftlicher Beratungsbericht

Nach der Analyse des Ist-Zustands wird ein schriftlicher Beratungsbericht angefertigt, der folgende Punkte enthält:

die Grunddaten des Gebäudes
den energetischen Ist-Zustand von Gebäude und Heizungsanlage
die energetischen Schwachstellen
die Warmwasserbereitung
Vorschläge zu Energiespar-Maßnahmen (mindestens zwei, jeweils mit Angabe der Kosten, evtl. unter Berücksichtigung von Eigenleistungen)
Möglichkeit zum Einsatz erneuerbarer Energien
einen Vergleich des Energiebedarfs im Ist-Zustand mit dem Energiebedarf nach Durchführung der vorgeschlagenen Energiespar-Maßnahmen
einen Vergleich der Schadstoff-Emissionsraten (vor allem von Kohlendioxid und Stickstoffoxid) im Ist-Zustand mit den Emissionsraten nach Durchführung der vorgeschlagenen Energiespar-Maßnahmen
die Wirtschaftlichkeit der vorgeschlagenen Energiespar-Maßnahmen in nachvollziehbarer Form, so dass der Beratene später die Wirtschaftlichkeitsberechnung selbständig an aktuelle Preisentwicklungen anpassen kann
einen differenzierten Tabellenteil mit Darstellung der wichtigsten Ergebnisse der Datenerhebung und deren Auswertung
eine allgemeinverständliche Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse (Empfehlungen)

 

3. mündliche Erläuterung der Maßnahmen

Überreichen des Beratungsberichtes
Erläuterung der vorgeschlagenen Maßnahmen und Ergebnisse


Was sollte möglichst bereit gehalten werden?

Bauunterlagen, Bauzeichnungen, soweit vorhanden - Grundrisse
Angaben und ggf. Unterlagen wie z. B. Lieferscheine, Rechnungen zu bereits getroffenen Modernisierungen (z.B. neue Fenster)
Daten der Heizungsanlage und Art der Warmwasserbereitung, Schornsteinfegerprotokolle
Angaben zur Brennstoffart und die Energieverbräuche vergangener Jahre (Abrechnungen)
Informationen über eventuell geplante Sanierungsmaßnahmen


Der Zuschuss1):

Die Höhe des Zuschusses für eine Vor-Ort-Beratung beträgt

    400 Euro für Ein- / Zweifamilienhäuser

und

    500 Euro für Mehrfamilienwohnhäuser (mit mindestens drei Wohneinheiten).

Für die Integration von Hinweisen zur Stromeinsparung wird ein zusätzlicher Bonus von 50 Euro gezahlt. Der sich daraus ergebende Förderbetrag ist jedoch auf höchstens 50% der Beratungskosten begrenzt. Den Antrag auf einen Zuschuß zur Vor-Ort-Beratung sowie die Abwicklung erfolgt über den Energieberater. Weitere Informationen unter: http://www.bafa.de/

1) Kein Zuschuss - siehe oben!


Selbstverständlich stehe ich Ihnen bei weitergehenden Fragen gern zur Verfügung!

me. Thomas Kuntke
Telefon: 03521. 73 52 95
Telefax: 03521. 73 52 82
Büro: DI.15-17 Uhr + DO.9-11 Uhr
Email: kuntke (at) ebb-meissen.de